Am 16.03.2013 nach Landau!

Nazigedenken verhindern!
Gegen Geschichtsrevisionismus!
Zum vierten Mal in Folge starten Nazis ihre jährliche Tour durch die Vorderpfalz. Wichtigster Punkt wird voraussichtlich Landau am 16.03 sein.
Die Faschisten wollen hierbei den vermeintlichen Opfern der Bombardierungen Landaus 1945 durch die Alliierten gedenken. In den letzten Jahren trafen sie sich dafür gegen Abend in der Landauer Innenstadt, um ihre Kundgebung abzuhalten. Bis 2012 waren vor allem lokale Nazistrukturen vertreten, danach wurde diese auch von Nazis des Umfeldes des Aktionsbüros Rhein-Neckar unterstützt. Die wachsende Bedeutung des 16.03. schlägt sich in steigenden TeilnehmerInnenzahlen nieder. Da der 16.03. 2013 auf einen Samstag fällt und Nazis seit schon seit längerem mobilisieren, ist davon auszugehen, dass sich dieses Jahr mehr Nazis als in den Vorjahren auf den Weg nach Landau machen werden.

Geschichtsrevisionisten deuten die Geschichte um
Jedes Jahr versuchen Faschisten, Tatsachen umzudeuten oder zu revidieren in dem sie zum Beispiel Todeszahlen verfälschen. Der Geschichtsrevisionismus, der von der extremen Rechten propagiert wird, versucht die Einzigartigkeit der NS-Verbrechen in Frage zu stellen und gleichzeitig für die Zukunft positive ideologische Ansatzpunkte zu bieten. Konkret bedeutet dies die Leugnung der nationalsozialistischen Kriegsschuld. Sie versuchen damit ihr Menschen verachtendes Weltbild zu legitimieren und wollen Naziverbrechen während des deutschen Faschismus verharmlosen.
Die Gedenkpolitik der Nazis ist nicht nur geprägt durch bewusstes ignorieren des Nationalsozialismus und seiner Kriegsschuld, sondern kehrt das TäterInnen-Betroffenenverhältnis um. Das Bedauern gilt nicht primär den Opfern des Holocaust, den Opfern der vernichtenden Politik eines deutschen Lebensraums in Osteuropa, den Sinti & Roma, den Widerstandskämpfer_innen oder anderen Betroffenen, sondern der deutschen Nation und den Deutschen. In Zeiten aufkommenden, unverkrampften Patriotismus‘ und Nationalstolzes stören diese Erinnerungen nur und werden ausgeblendet. So wird auch häufig “allen Opfern von Faschismus und Krieg” gedacht – also gleichermaßen den im KZ Ermordeten und den mordenden Wehrmachtssoldaten. Diese fehlende Unterscheidung von TäterInnen und Opfern wird beim Gedenken an die “Bombennächte” – wie in Dresden oder Pforzheim – auf die Spitze getrieben. In diesen Städten führen Nazis bereits seit mehreren Jahren ihre widerlichen Gedenkveranstaltungen durch. In Landau soll Faschisten möglichst schnell jede Chance genommen werden, längerfristig Veranstaltungen durchzuführen.

Kommt deshalb am 16.03 nach Landau um das Nazigedenken zu verhindern!
Aus der Rhein-Neckar-Region wird es einen organisierte Zuganreise geben. Die Abfahrtszeit wird noch bekannt gegeben. Achtet auf weitere Ankündigungen.

Kein Fußbreit den Faschisten!!
Die antifaschistische Aktion aufbauen!!

Quelle: Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/Mannheim